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Einweihung Renovierte Kirche Mühlehorn

Sigristin Susanne Küng (Foto: Gret Menzi)
Vor 260 Jahren am 10. Juni 1761 wurde die Kirche Mühlehorn erstmals feierlich eingeweiht. Seither gab es immer wieder Gelegenheit, das von Hans Jacob Messmer erbaute Gotteshaus mit speziellen Gottesdiensten zu feiern, auch nach den grossen Renovationen 1938 und 1974.
Gret Menzi,
Vor drei Jahren traten im Innenraum plötzlich grösseren Schäden auf. Die Kirche wurde geschlossen und aufwändig saniert. Seit April 2020 strahlt sie im neuen Glanz und steht für Feiern und andere Anlässe wieder zur Verfügung. Dies feierte die Gemeinde mit einem Gottesdienst der von Armando Pirovino am E-Piano mit „Au lac de Wallenstadt“ von Franz Liszt eröffnet wurde.

Braucht Gott die Kirche
Im gegenseitigen Austausch diskutierten die Pfarrerinnen Annemarie Pfiffner und Christina Brüll ob es für Gott eine Kirche brauche. „Braucht es die Kirche? Sie war lange Zeit geschlossen und vermisste man sie? In unseren Breitengraden braucht es für Gottesdienste ein Dach über der Gemeinde und einen Raum um zur Ruhe zu kommen. Der Kirchturm zeigt zum Himmel, der Eingang ist zur aufgehenden Sonne nach Osten gerichtet und die hohen Fenster führen den Blick nach oben. Die schlichten Kirchen sind eine reformierte Tradition und Versammlungsorte. Mit dem Bau einer Kirche bekennen wir uns zum christlichen Glauben und sie gehören zum Dorf und den Familien. Viele Generationen wurden in der Kirche getauft, konfirmiert, getraut und am Lebensende verabschiedet.
Für Gott brauchen wir die Kirche nicht, sondern für uns und für unsere Gefühle. Gott ist bei uns in unserem Körper. Jede und Jeder ist gut so wie er ist, mit all seinen Eigenschaften und meistert seine Aufgabe im Leben mit Geist, Herz und Hand. Gepflegt, erhalten und renoviert werden nicht nur die Kirchen auch unser Glaube muss immer wieder gepflegt erneuert und renoviert werden und würde ohne Kirche verkommen“.

Dank und Abschluss
Kirchenratspräsident David Kobelt dankt Allen, die dazu beigetragen haben, dass die Renovation gelungen ist. Den beteiligten Firmen, den Gönnerinnen und Gönnern, dem kantonalen Kirchenrat, der Synode und der Denkmalpflege für die finanzielle Unterstützung und besonders Walter Schaub der die Arbeiten überwachte und begleitete. Er hat viel Herzblut, Zeit und Engagement für die Renovation eingesetzt. Einen herzlichen Dank bekam auch Sigristin Susanne Küng, die seit 15 Jahren die Kirche betreut, reinigt und schmückt und besonders während der Renovation besonders gefordert wurde.
Am Schluss der Feier erklang das Lied „Sehnsucht nach dem Walensee“ und zum anschliessenden Apéro, Kirchenführungen und Orgelkonzerte waren alle herzlich eingeladen.