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25 Jahre Osternacht in Obstalden

1612-JUKI-Mit dem Licht durch die Nacht (10) <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Frank&nbsp;und&nbsp;Anja&nbsp;Lehmann,&nbsp;Salome&nbsp;Probst)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirche-waedenswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>380</div><div class='bid' style='display:none;'>5448</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>
Es ist dunkel, dunkel und still, so dunkel und still, wie es in unserer schrillen und lauten Welt hier werden kann. Es ist 5.15 Uhr, vor der Kirche Obstalden knistert das Osterfeuer.
Annemarie Pfiffner
Dann: eine Amsel stimmt ihr Morgenlied an, aus der Dunkelheit und Einsamkeit heraus versammeln sich die ersten Personen ums Feuer.
Es ist das 25. Mal, dass in Obstalden an Ostern in der Frühe die Auferstehung aus Tod, Einsamkeit und Trauer hinein ins Leben gefeiert wurde. Im Jahr 1996 gestaltete der damalige, erst seit kurzem in der Gemeinde amtende Pfarrer Uli Knoepfel zusammen mit seiner Kollegin aus Mollis-Näfels, Pfarrerin Esther Baumgartner erstmals diese eindrückliche, liturgische Feier mit Ad-hoc-Chor und Instrumentalisten. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Osternacht zu einem Glanzpunkt des jährlichen kirchlichen Lebens auf Kerenzen. Sie ist es bis heute geblieben.
Gross begangen werden konnte das Jubiläum aber nicht, aus bekannten Gründen. Nichts desto trotz hatte auch die diesjährige Feier ihre ganz eigenen Leuchtpunkte: Statt des Ad-hoc-Chores lobte ein Solistenquartett (Sopran: Susanne Brenner Scheiwiller, Alt: Magdalena Mattenberger, Tenor: Hansruedi Forrer, Bass: David Kobelt) mit viel Leichtigkeit das wunderbare Ostergeschehen, begleitet von den Instrumentalisten an der Violine: Peter Ferndriger, am Cello: Ruth Müri und am Klavier und der Orgel: Susanne Brenner Scheiwiller und David Kobelt.
Besonders berührt hat der Moment, als die neuen, am Osterfeuer entzündeten Osterkerzen aus allen fünf Gottesdienst-Orten des Kirchenkreises Glarus Nord - erstmals inklusive derer aus Bilten und Schänis - feierlich in die dunkle Kirche getragen wurden.
Es hat alles gestimmt an diesem Ostermorgen: das Wetter, die Stimmung und die österliche Freude, die sich nach dem Gottesdienst mit dem handgefärbten Ei in der Hand vor der Kirche breit machte.